Jeder fängt mal klein an - auch die Ameise, vielmehr die Camponotus
fellah. Ihre Laufbahn beginnt sie als Kindergärtnerin, dann steigt sie auf zur
Putzfrau und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wird sie Nahrungsbeschafferin.
Sind wir verletzt oder in Lebensgefahr, rufen wir den Krankenwagen. Die Matabele-Ameise macht das auch. Nur eben nicht per Telefon, sondern mit einem chemischen Duftstoff. Den riechen ihre Artgenossen und bringen sie ins Nest zurück, wo sie die verletzte Ameise versorgen.
Sie ist zwar nur zwei Millimeter klein, ist aber eine große Bedrohung für ihre Artgenossen: Die Sklavenhalter-Ameise. Sie rückt regelmäßig zu Überfällen aus, um die Puppen fremder Ameisenvölker zu rauben und diese als Sklaven zu unterwerfen. Eine filmreife Aktion.
Nur drei Millimeter groß und äußerst aggressiv: amerikanische Rasberry Crazy Ants. Sie fallen über Vögel, Nutztiere und Elektrogeräte her. Vergangenes Jahr verursachten sie in den USA Schäden von 150 Millionen Dollar.
Sie ist winzig klein und sorgt für große Probleme: Die Große Drüsenameise ist eine invasive Art, die heimische Ameisen verdrängt. Damit stört sie die heimische Biodiversität und bringt wichtige Infrastruktur zum Erliegen.
Die Themen in den Wissensnachrichten: +++ Mysteriöses Wesen zwischen Tier und Pilz vorgestellt +++ Warum Wolken in den Tropen heller sind +++ Geschwindigkeit der schnellsten Ameise der Welt +++
Die Themen in den Wissensnachrichten: +++ Forscher haben Zweifel an der "Plastikraupe" +++ Ameisenart nach Barack Obama benannt +++ Nahrungsmittelkonzerne tun zuwenig gegen Zwangsarbeit +++
Die Themen in den Wissensnachrichten: +++ Ameisen lecken sich gegenseitig die Wunden +++ Frauen machen Sport, um gut auszusehen - Männer, um Kumpels zu treffen +++ Deutsche zahlen immer noch am liebsten bar +++
Die Ameisenart
Formica fuscocinerea hat die
Spielplätze und das Stadtgebiet von München fest im Griff. Die Ausrottung der
Kolonien ist ein nahezu aussichtloses Unterfangen.
Wenn Straßen neu oder ausgebaut werden, muss die Natur weichen, zum Beispiel Ameisenhügel. Christina Grätz ist Biologin und siedelt Millionen Waldameisen um.
Wir Menschen sind gar nicht so wahnsinnig individuell, wie wir immer denken. So wie es etwa Bienen oder Ameisen tun. Und die können von Robotern beeinflusst werden.
Orang Utans basteln sich aus Blättern einen Regenschirm, Schimpansen können aus Ästen Speere für die Jagd anfertigen, Delfine nutzen Schwämme als Nasenschutz, aber auch Ameisen nutzen Werkzeuge.
Wir haben es schon immer gewusst: Die Ähnlichkeiten
zwischen Ameisen und Radiojournalisten sind verblüffend groß. Bei beiden
Spezies gibt es eine strikte Arbeitsteilung. Die einen bleiben im Bau und
pflegen den Programmpilz, die anderen gehen raus und suchen Material.
Die Themen in den Wissensnachrichten: +++ Haustiere: Invasive Arten können sich leicht ausbreiten +++ Falsche Erinnerungen können entlarvt werden +++ Treibstoff aus Lebensmittelabfällen entwickelt +++
Sie kommen, um zu bleiben: Fruchtfliegen, Ameisen, Motten oder Silberfische. Wie wir sie wieder loswerden, erklärt Mario Ludwig. Er ist Biologe und Sachverständiger für Schädlingsbekämpfung.
Es gibt Ameisen, die leben in einem symbiotischen Verhältnis mit Blattläusen und fungieren quasi als deren Wanderhirten. Der Deal: Die Ameisen bekommen Nahrung und schützen die Blattläuse im Gegenzug vor Fressfeinden.
Sie plündern, sie entführen, sie morden, sie versklaven. Ameisen! Susanne Foitzik ist begeistert von ihnen und untersucht ihre teilweise brutalen Strategien.
Die Themen in den Wissensnachrichten: +++ Zufallsentdeckung zeigt Ameisenart, die Bäume "repariert" +++ Warum Babynamen kommen und gehen +++ Sensor soll Schneeverschwendung vermeiden +++